Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Linguistik Note: 20 Universität Kassel (FB2) Veranstaltung: Ellipsen und Textverstehen Sprache: Deutsch Abstract: Die Telekom preist in ihrer Werbung ein „Komfort- und schnurloses Telefon Sinus 301 an.Nach kurzer Irritation weil man aufgrund der Konstruktion dieser Phrase zuerst an einkomfortloses und schnurloses Telefon denkt wird beim zweiten oder dritten Lesen dann dochklar dass hier ein schnurloses Komforttelefon gemeint ist da sich das >Komfort-< auf dasweiter hinten stehende >Telefon< bezieht und es sich nicht um eine Ellipse in Form einerEinsparung eines gleichen Wortteiles nämlich des >-loses< handelt.Diese Phrase ist ein Beispiel bei dem der Leser relativ schnell hinter den eigentlichgemeinten Sinn kommt aber geht das bei allen Ellipsen so einfach?Ich möchte in der vorliegenden Arbeit untersuchen ob es auch Sätze in elliptischer Form gibtdie weniger leicht verständlich sind und bei denen es nicht genügt sie ein zweites oder drittesMal zu lesen. Hierfür muss zu erst geklärt werden was eine Ellipse überhaupt ist und welcheverschiedenen Ellipsenarten es gibt. Aus jenen soll eine Ellipsenart ausgewählt werdenanhand derer untersucht werden kann ob sie vom Leser besser oder schlechter verstandenwird als eine andere Ellipsenart oder ein „vollständiger Satz. Dafür ist es notwendig auf diePsycholinguistik zurückzugreifen die sich mit den kognitiven Vorgängen des Verstehensbeschäftigt. Die Ziele dieser Disziplin sollen kurz angerissen werden und es gilt zu erörternwie Textverstehen hier definiert wird und welche Methoden geboten werden mit denen mandas Verstehen von Phrasen Sätzen oder Texten untersuchen kann.Im Anschluss an diesen ersten theoretischen Teil sollen in einem an der Empirie orientiertenzweiten Teil eigene Beispielsätze entwickelt werden die der zuvor ausgewählten zuuntersuchenden Ellipsenart entsprechen. Mit Hilfe von Probanden und einer passendenM