Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur Note: 10 Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover Sprache: Deutsch Abstract: Wenn ein Angestellter permanent überfordert ist am Limit arbeitet und dem¬entsprechend emotional ausgelaugt ist nennt man das Resultat Burnout. Wenn ein Angestellter permanent unterfordert ist und sich langweilt nennt man das Bore¬out. Ist ein Mitarbeiter der am Burnout-Syndrom leidet mit einer höheren Arbeitsmoral ausgestattet als der sich Langweilende? - Und wie nennt man einen der sich gleichzeitig unter- und überfordert fühlt? In unserer heutigen beschleunigten Gesellschaft ist es fast schon schick geworden an Burnout zu leiden. Wer das hat ist ein Arbeitstier und genießt Anerkennung dafür dass er sich für seinen Beruf so aufopfert. Das Gegenteil ist dabei weniger prestigeträchtig: An Boreout zu leiden weil man im Beruf keine anspruchsvollen Aufgaben zugewiesen bekommt wird lieber verschwiegen. Noch weniger kommt zur Sprache wenn man gar keine Lust hat zu arbeiten und sich stattdessen gar seiner Faulheit hingibt. Ein solcher Angestellter wird nicht nur von Chef und Kollegen verdrossen beäugt er sollte seine Einstellung auch nicht außerhalb der Arbeit zum Besten geben. In den folgenden Kapiteln soll von genau solchen Angestellten aus der Literatur berichtet werden: von einem der träge und arbeitsscheu ist und von einem dem trotz seiner Motiviertheit das effektive Arbeiten verwehrt wird. Diese zwei Figuren spiegeln jeweils ihre eigene Arbeitsmoral wider und passen doch in ihre jeweilige Zeit. Während der Faule seiner Kontorarbeit um 1913 in Robert Walsers Helblings Geschichte nachgeht beschreibt Matthias Roth seine Situation in Der Hauptstadtflughafen genau hundert Jahre später. Beide Autoren verarbeiten mit ihrem jeweiligen Werk autobiografisch ihre Erlebnisse. „Arbeitsmoral ist [nach heutigem Sprachverständnis] als die Einstellung und Haltung eines Arbeitnehmers zu seiner A