Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Soziologie - Arbeit Beruf Ausbildung Organisation Note: 10 Universität Bielefeld Sprache: Deutsch Abstract: In Organisationen gibt es viele formale Vorschriften und Regeln an die es sich für die Mitglieder zu halten gilt. Diese werden durch einen Arbeitsvertag festgelegt. Doch es ist für jedes Mitglied egal ob Vorgesetzter oder Mitarbeiter unmöglich sich immer an all diese Vorschriften zu halten. Darüber hinaus lässt es sich nicht realisieren alle Anforderungen in Vorschriften und Regeln zu formulieren. So entsteht Verhalten das von der Norm abweicht und hier als informell bezeichnet werden soll. Es stellt sich die Frage ob informelles Verhalten für Organisationen notwendig brauchbar oder schädlich ist? D.h. muss eine Organisation informell handeln um existieren zu können kann sie sich mit informellem Handeln sogar Vorteile verschaffen oder trägt es zum Schaden der Organisation bei? Dies wird in der folgenden Arbeit diskutiert.Hierzu wird im ersten Teil der Arbeit zunächst Informalität definiert und daraufhin in Bezug auf Organisationen betrachtet. Es werden verschiedene Formen von Informalität vorgestellt und versucht zu zeigen welche Gründe und Funktionsweisen Informalität in Organisationen aufweist. Anschließend wird betrachtet mit welchen Mechanismen sich informelle Erwartungen in Organisationen durchsetzen und welche Dynamiken zwischen dem Formalem und dem Informalem herrschen.Über die Frage hinausgehend ob informelles Handeln brauchbar sein kann ist es spannend zu betrachten wie ein System auch ohne eine Formalstruktur funktionieren kann. Dazu wird als Beispiel das Hawala-Finanzsystem betrachtet. Hierbei handelt es sich um ein weltweit vernetztes Überweisungssystem in dem keine Formalität existiert. Um zu erläutern ob und wie das Hawala-Finanzsystem funktioniert wird als erstes das Grundprinzip und die Funktionsweise vorgestellt. Daraufhin werden die informellen Ordnungs- und Sicherhe