Der Redundanzeffekt. Semantisches Priming und RSE-Experimente


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Praktikumsbericht / -arbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Psychologie - Biologische Psychologie Note: 17 Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Psychologisches Institut) Veranstaltung: Aufbaumodul Allgemeine und biologische Psychologie Sprache: Deutsch Abstract: Der vielfach replizierte Befund dass Versuchspersonen (VPn) auf die Darbietung redundanter Reize schneller reagieren als auf die Darbietung eines einzelnen Reizes wird als Redundanzeffekt („Redundant Signals Effect RSE) bezeichnet. Umstritten ist ob der RSE durch die Koaktivierung eines geteilten Wahrnehmungspools oder durch einen Wettlauf zwischen den verschiedenen Wahrnehmungskanälen zu erklären ist. Als weiterer Erklärungsansatz wird das Konzept des semantischen Primings diskutiert also ein Verarbeitungsvorteil der durch Voraktivierung bestimmter Spuren im semantischen Gedächtnis verursacht wird. In einem ersten Experiment konnte der von Fiedler Schröter und Ulrich (2013) gefundene RSE für rein semantische intrapsychische Reize repliziert werden. Verwendet wurden 60 deutsche Wörter die sowohl einer bestimmten Kategorie (Dinge Essen oder Tiere) als auch einer bestimmten Farbe zugeordnet werden konnten. Die VPn sollten in einem Computerexperiment entscheiden ob die präsentierten Begriffe zu einer der vorher salient gemachten Unterkategorien passten. Wie erwartet reagierten sie dann besonders schnell wenn die gezeigten Wörter sowohl zur Kategorie als auch zur Farbe passten - sogenannte redundante Targets. Im zweiten Experiment einer lexikalischen Entscheidungsaufgabe wurden neben dem Stimulusmaterial des ersten Experiments auch noch aus diesen Wörtern generierte Nichtwörter verwendet. Gemessen wurde die Auswirkung verschiedener Arten von Primes auf die Reaktionszeit bei der Aufgabe. Es ergab sich kein experimenteller Beleg für redundantes semantisches Priming. Da die Daten die mathematischen Annahmen der Wettlaufungleichung (Miller 1982) nicht verletzen wird der nachgewiesene Redu
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