Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter Frühe Neuzeit Note: 23 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Geschichte) Veranstaltung: Staat Kirche und Gesellschaft im konfessionellen Zeitalter Sprache: Deutsch Abstract: Diese Hausarbeit welche im Rahmen meines Proseminars „Staat Kirche und Gesellschaft im konfessionellen Zeitalter entstehen soll möchte ich mich mit einem Vorfall in Do-nauwörth beschäftigen. Es ist zu hinterfragen was dort geschah warum es geschah und vor allem welche Folgen es für den weiteren Verlauf der frühneuzeitlichen Geschichte haben sollte. Die Relevanz des Themas entsteht daraus dass es in der Geschichtswissen-schaft konträre Auffassung über diesen Vorfall gibt. Der Historiker Maximilian Lanzinner deutet den Vorfall in Donauwörth explizit nicht als Wendepunkt zum Dreißigjährigen Krieg. Demnach hat es für die zunehmende Polarisierung der Konfession weitere oder gar andere Gründe gegeben. Diese weiteren Gründe zu finden soll demnach auch Teil dieser Arbeit werden. Die andere Seite dieses geteilten Bildes über den Vorfall in Donau-wörth kann man beispielsweise bei dem Historiker Franz Brendle lesen welcher die Ereignisse nach dem Vorfall in eine Art Kausalkette verwandelt. Erhebliche Defizite lassen sich in dem häufig in der Literatur behandelten Fall nicht mehr aufdecken. Hier soll es eher darum gehen den Vorfall zu analysieren und einen eigenen Standpunkt hinsichtlich der Wirkung des Vorfalls darzustellen. Daher lautet die Fragestel-lung dieser Arbeit auch: „Der Vorfall in Donauwörth: Rauferei am Stadttor oder Ereignis von epochaler Dimension? Denn wenn man diesen Vorfall objektiv betrachtet erschließt sich nicht warum von ihm solche enormen Folgen ausgehen konnten. Der Geschichtswis-senschaftler Stefan Ehrenpreis verweist ausdrücklich darauf dass es eine Vielzahl von konfessionell-politisch motivierten Auseinandersetzungen am Ende des 16. Jahrhunderts gab. Zum bess