Klassiker aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur Sprache: Deutsch Abstract: Vorwort*** Das nachstehende Gedicht schrieb ich im diesjährigen Monat Januar zu Paris und die freie Luft des Ortes wehete in manche Strophe weit schärfer hinein als mir eigentlich lieb war. Ich unterließ nicht schon gleich zu mildern und auszuscheiden was mit dem deutschen Klima unverträglich schien. Nichtsdestoweniger als ich das Manuskript im Monat März an meinen Verleger nach Hamburg schickte wurden mir noch mannigfache Bedenklichkeiten in Erwägung gestellt. Ich mußte mich dem fatalen Geschäfte des Umarbeitens nochmals unterziehen und da mag es wohl geschehen sein daß die ernsten Töne mehr als nötig abgedämpft oder von den Schellen des Humors gar zu heiter überklingelt wurden. Einigen nackten Gedanken habe ich im hastigen Unmut ihre Feigenblätter wieder abgerissen und zimperlich spröde Ohren habe ich vielleicht verletzt. Es ist mir leid aber ich tröste mich mit dem Bewußtsein daß größere Autoren sich ähnliche Vergehen zuschulden kommen ließen. Des Aristophanes will ich zu solcher Beschönigung gar nicht erwähnen denn der war ein blinder Heide und sein Publikum zu Athen hatte zwar eine klassische Erziehung genossen wußte aber wenig von Sittlichkeit. Auf Cervantes und Molière könnte ich mich schon viel besser berufen; und ersterer schrieb für den hohen Adel beider Kastilien letzterer für den großen König und den großen Hof von Versailles! [...]***Caput I***Im traurigen Monat November war'sDie Tage wurden trüberDer Wind riß von den Bäumen das LaubDa reist ich nach Deutschland hinüber.Und als ich an die Grenze kamDa fühlt ich ein stärkeres KlopfenIn meiner Brust ich glaube sogarDie Augen begunnen zu tropfen.[...]
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