Inhaltsangabe:Einleitung: „Books are different“ lautet der vielfach zitierte Satz des englischen Richters Buchley in der Diskussion um das Gut Buch in der versucht wird zu bestimmen ob das Buch ein Wirtschaftsgut oder ein Geistes- und Kulturgut ist. In der Tat scheint eine eindeutige Zuordnung kaum möglich da sowohl kulturelle auch als wirtschaftliche Argumente ins Feld geführt werden können wenn es darum geht sich für oder gegen die Buchpreisbindung auszusprechen. Länderübergreifend diskutieren Befürworter und Kritiker der Preisbindung ob diese Effekte auf das Preisniveau hat. Zudem wird darüber debattiert ob die kartellartige Festlegung eines Ladenpreises mit einer wettbewerbsorientierten Wirtschaftspolitik vereinbar ist. Einerseits fordern Kartellrechtskritiker eine wettbewerbsrechtliche Gleichbehandlung des Wirtschaftsgutes Buch mit anderen Wirtschaftsgütern und stellen sich damit auf die Seite eines freien (Preis-)Wettbewerbs. Andererseits führen Verleger und Buchhändler Argumente wie Titelvielfalt und Förderung von Klein- und Mittelstand pro Buchpreisbindung an. Darüber hinaus wird ins Feld geführt daß die ohnehin zunehmende Konzentration auf dem gesamten Buchmarkt sich ohne Preisbindung weiter verschärfen würde. Insbesondere kleinere Verlage und Buchhändler sehen diese als wachsende Gefahr für ihre eigene Existenz an. Als weitere in der Diskussion um die Buchpreisbindung häufig vernachlässigte Interessengruppe ist die der Konsumenten zu erwähnen. Insbesondere diese haben die Konsequenzen der Buchpreisbindung oder ihrer Abschaffung zu tragen da sie als Konsumenten den Preis zu bezahlen haben. Zielsetzung dieser Arbeit ist es daher das Buchpreisbindungssystem der Bundesrepublik Deutschland darzustellen und vor dem Hintergrund der skizzierten Debatte die Wirkung der Buchpreisbindung auf den Wettbewerb des Buchmarktes zu untersuchen. Im zweiten Kapitel wird zunächst die Entstehungsgeschichte der Buchpreisbindung bis hin zum aktuellen System beschr