Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter Frühe Neuzeit Note: 13 Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg Veranstaltung: Hauptseminar Der Hundertjährige Krieg Sprache: Deutsch Abstract: Die Geschichte des Herzogtums Burgund ist sowohl diesseits als auch jenseits des Rheins ausgiebig beleuchtet worden. Oftmals lag bei diesen Untersuchungen der Schwerpunkt auf der Ereignisgeschichte und auf dem Einfluss den Burgund sowohl auf das Reich wie auch auf Frankreich nahm. Ziel dieser Arbeit soll es sein darzulegen wie aus dem französischen Lehen des Herzogtums Burgund ein de facto eigenständiger Staat wurde der fähig war während des Hundertjährigen Krieges und darüber hinaus eine eigene Politik zu betreiben. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Grundlegung des Staates unter Philipp dem Kühnen liegen und seine Nachfolger Johann ohne Furcht und Philipp den Guten nur als Teil eines Prozesses behandeln.In der Darlegung des Forschungsstandes der im Falle Burgunds sehr unübersichtlich und weitläufig ist finden sich mehrere Abschnitte. Der erste Abschnitt betrifft vor Allem das 19. Jahrhundert und das 20. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre hinein. Mehrheitlich französische Historiker sahen in den aufstrebenden Herzögen Personen die Frankreich schwächen wollten und zumindest von 1420-1435 eng mit dem „Feind England zusammenarbeiteten. Die Tendenz die burgundischen Herzöge insbesondere Karl den Kühnen als „Protagonist[en] im Kampf feudaler Partikularismen gegen königliche Zentralisierungstendenzen anzusehen nimmt jedoch spätestens seit den Untersuchungen Vaughans deutlich ab. Anders als zu erwarten gewesen wäre betrachteten auch deutschsprachige Historiker die burgundischen Herzöge nicht mit Wohlwollen trachtete doch vor Allem der Sohn Philipps des Guten Karl der Kühne danach Gebiete auf dem Territorium des Reiches einzugliedern und sich oder seinen Nachkommen die Kaiserkrone zu sichern. Diese A