Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaftstheorie Anthropologie Note: 10 Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Sprache: Deutsch Abstract: Fallstudien zählen in der Erziehungswissenschaft zu den beliebtesten Methoden der qualitativen Forschung. Besonders ihr offener Zugang zur Alltagswelt bzw. die Möglichkeit zur unverfälschten Erfassung der sozialen Realität macht ihren besonderen Charakter aus. Dennoch ist die Fallstudie eine relativ „junge Erhebungstechnik. Wie sie ihren Einzug in die Methodik der qualitativen Forschung fand wird zunächst in einem kurzen historischen Rückblick erläutert. Ferner wird erklärt wie es überhaupt zur Hinwendung zu Fallstudien kam. „Fälle im eigentlichen Sinne existieren ja schon seit geraumer Zeit. Es gab aber bestimmte Faktoren bzw. Kritikpunkte in der gängigen qualitativen Forschung welche die Hinwendung und schließlich die Etablierung der Fallstudie in die Erziehungswissenschaft auslösten. Diese Punkte werden kurz beschrieben.Laut Siegfried Lamnek ist die Fallstudie keine isolierte Erhebungsmethode sondern ein Forschungsansatz ein „approach der sich verschiedener Methoden der qualitativen Forschung bedient. Diese „Methoden der Fallstudie werden anhand der „Marienthalstudie erläutert. Diese bietet nämlich durch ihre breit gefächerte Methodenvielfalt einen guten Überblick über die Vielzahl der Möglichkeiten und vor allem einen detaillierten Einblick in deren Zusammenwirken.Im Hauptteil liegt das Augenmerk auf der genauen Vorgehensweise bei der Bearbeitung eines konkreten Falles. Dabei habe ich einen Fall aus dem sozialpädagogischen Bereich gewählt der als Beispiel für die Ausführungen und zur näheren Erläuterung dienen soll. Dem Hauptteil liegt vor allem das Buch „Sozialpädagogisches Können von Burkhard Müller zugrunde der in seinem Werk ein Rahmenangebot für Fallbearbeitungen bietet.Zum Schluss habe ich einen Fall in Bezug auf die im Hauptteil beschriebenen Punkt