Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter Frühe Neuzeit Note: gut Universität zu Köln (Iberische und Lateinamerikanische Abteilung des Historischen Seminars) Sprache: Deutsch Abstract: Wann die Holländer begonnen haben direkte Fahrten an die Ostküste Südamerikas zu unternehmen ist mit Sicherheit nicht mehr festzustellen. Im 16. Jahrhundert wurde die von Portugal entdeckte brasilianische Küste auch von diesen in Verwaltung genommen und die Handelsprodukte von portugiesischen Handelsschiffen über Lissabon in Europa vertrieben. Deshalb waren die Handelsbeziehungen zwischen Holland und der Ostküste Südamerikas die es seit etwa 1580 gab relativ bedeutungslos. Der europäische Vertrieb der Waren war aber ebenso auch der Vertrieb der Waren aus Ostindien vornehmlich in holländischer Hand. Es war aber nicht zu übersehen dass ab dem 17. Jahrhundert die europäischen Nationen darunter natürlich auch Holland den Spaniern und Portugiesen den Alleinbesitz Amerikas streitig machen wollten waren doch die Gewinnmöglichkeiten vielversprechend. Es bestand ja nicht nur die Möglichkeit durch den Gewinn von Edelmetallen möglichst schnell und mühelos reich zu werden -wobei es gleichgültig war ob man fremde Schiffe ausraubte oder den Indianern das Gold und Silber wegnahm- sondern auch die Möglichkeit der Eröffnung neuer Absatzmärkte durch Siedlungs- und Pflanzerkolonien. Tropische Erzeugnisse wie Zuckerrohr Edelhölzer Baumwolle oder Tabak waren in Europa stark gefragt. Zugleich lockte die Aussicht in Gestalt eigener Kolonien einen neuen Absatzmarkt für die heimischen Produkte zu schaffen. Vorrausetzung dafür war jedoch die Gewinnung eigener kolonialer Herrschaftsgebiete in Amerika. Als ein neuer und gefährlicher Gegner der Portugiesen traten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Holländer auf deren Versuch in Brasilien ein eigenes großes Kolonialreich zu gründen auch vorübergehend Erfolg hatte. Ein Besonderes Kapitel der hol