Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien Note: 10 Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut) Veranstaltung: PS Nationale Interessen auf dem Weg nach Europa Sprache: Deutsch Abstract: Die Europäische Union (EU) ist derzeit für rund 80% aller politischen Entscheidungen ihrer Mitgliedsstaaten verantwortlich. Zentrales Organ ist hierbei der Ministerrat der EU in welchem die Regierungen in unterschiedlichen Verfahrensweisen über die Ausgestaltung zukünftiger europäischer Politiken verhandeln. Betrachtet man die Empirie können Unterschiede in der Fähigkeit seine eigene Position in dem Verhandlungsverlauf zu behaupten zwischen einzelnen Mitgliedsstaaten beobachtet werden.Das empirische Puzzle das sich hieraus als Untersuchungsschwerpunkt dieser Arbeit ergibt ist somit der Grund dieser zeitlich synchron und diachron auftretenden Unterschiede bezüglich der Durchsetzungsfähigkeit eigener Interessen auf europäischer Ebene. Konkreter geht es darum Erklärungen dafür vorzustellen weshalb einige nationalstaatliche Akteure besser und andere schlechter befähigt sind ihre Ziele innerhalb der EU zu erreichen. Die abhängige Variable (AV) dieser Arbeit ist also die Performanz von Mitgliedsstaaten der EU bei der Regelsetzung auf europäischer Ebene. Um diese zu erklären werden im ersten Teil dieser Arbeit zwei konkurrierende Theorien als Erklärungsansätze vorgestellt. Zum einen das Mehrheits- und Konsensmodell der demokratischer Systeme nach Lijphart und zum anderen der Intergouvernementalismus welcher auf Hoffmann zurückgeht.In einem weiteren Schritt werden aus diesen beiden Ansätzen Hypothesen abgeleitet die zuerst operationalisiert und daraufhin weiter plausibilisiert werden. Die Plausibilität der Theorien wird mithilfe der Untersuchung von Selck/Kaeding geprüft die eine Korrelation zwischen Ausgangsposition der Staaten und Verhandlungsergebnis errechnet haben. Somit ergibt sich ein erster Eindruck