Eine Abhandlung über Georg Simmels deskriptive Kritik am ethischen Einzelprinzip des Sollens


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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts Note: 10 Universität Erfurt (Philosophische Fakultät) Veranstaltung: Georg Simmel: Einleitung in die Moralwissenschaft Sprache: Deutsch Abstract: Der Titel der ethischen Abhandlung „Einleitung in die Moralwissenschaft von Georg Simmel (1858-1918) unterscheidet sich bereits in einer Begrifflichkeit von anderen Werken zur Ethik. Der Begriff „Moralwissenschaft kennzeichnet weder eine besondere normative Ethik noch eine moralische Methodik. Der Inhalt des zweibändigen Werkes verleiht dem Untertitel „Kritik der ethischen Grundbegriffe seine volle Berechtigung. Andieser Stelle stellt sich die Frage aus welchen Motiven heraus Simmel diese Grundbegriffe kritisiert und in ihre Bestandteile zerlegt. Wohlbedacht erörtert er dies in seinem Vorwort. Er konstatiert dass die Ethik zu seiner Zeit noch nicht methodisch ausgearbeitet ist. Sie beruft sich auf erfundene Prinzipien welche sich eher mit Moralpredigt als mit sittlicher Geltung identifizieren. Dabei geht Simmel so weit dass er selbst den Begriff der Ethik den Status der Wissenschaft aberkennt. Mit dieser Erkenntnis ist er bereits ein Vorreiter des heutigen ethischen Grundverständnisses: Die heutigen Bereichsethiken wie beispielsweise die Tierethik sind Indikatoren für die Tatsache dass bereits nicht mehr von einer universalen Ethik gesprochen werden kann. An den vorangegangen Punkten wird die folgende Ungewissheit erkennbar: Wo bleibt das Positive?Simmel schrieb eine deskriptive Moralwissenschaft welche Ethik nicht als eine Einheit begreift sondern auf mehreren Ebenen untersucht: psychologisch soziologisch historisch evolutionstheoretisch geltungstheoretisch und analytisch. Die Ethik an sich ist seiner Meinung nach inkonsistent da sie weder praktisch ist noch den Menschen versittlicht. „Praktisch versittlichend wird freilich eine demenstsprechende positive Ethik nicht wirken der das Gute wie das Böse e
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