Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik Note: 13 Universität Hamburg (Fachbereich Sozialökonomie) Sprache: Deutsch Abstract: Die heutige Europäische Union ist ein langer Prozess von Verhandlungen und Verträgen die über Jahrzehnte geführt worden sind. Spätestens mit der Integration der EWU und der Einführung des Euro als Buchgeld am 31. Dezember 1998 sind die Europäischen Mitgliedsstaaten auf wirtschaftspolitischer Ebene eng verzweigt. Die Subprimekrise die ab 2007 zur Weltwirtschaftskrise führte sollte jedoch zeigen dass die Europäische Fiskalpolitik keine ausreichenden Schutzmechanismen vorsah um die unterschiedlich in Mitleidenschaft gezogenen Europäischen Mitgliedstaaten zu schützen und frühzeitig ansetzende Lösungen auf finanzpolitischer Ebene zu leisten. Die Finanzkrise die im Bankensektor begann verursachte hohe Staatsverschuldungen die sich auf die Zahlungsfähigkeit von schwächeren Mitgliedsstaaten und deren Stabilität nicht zuletzt durch schlechte Ratingeinstufungen in der Union negativ auswirkte. Besonders die sogenannten PIIGS-Staaten deren Zahlungsunfähigkeit mit riesigen Krediten gerettet wurde deuteten auf die Notwendigkeit einer systemweiten Lösung hin. Hochverschuldete Mitgliedsländer gerieten in einen Teufelskreis da sie wegen fehlender Zuverlässigkeit ihrer Staatsfinanzen höhere Zinsen zu zahlen hatten welches ihre angeschlagene Lage zusätzlich belastete. Es stellt sich daher die Frage ob eine einheitliche Währung bei 18 verschiedenen Staatsanleihen einen Konstruktionsfehler bedeutet welchen es zu korrigieren gilt. So sind die Finanzen einzelner Mitgliedsstaaten von der Laune der Finanzmärkte Hedgefonds Kreditausfallversicherern Ratingagenturen sowie Finanzspekulanten abhängig. Um diese Situation zu beenden stehen die europäischen Länder vor der Herausforderung eine langfristige Lösung zu finden die eine gerechte Versorgung mit Kapital und eine einheitliche Zinsbelastung für alle Mitglied