Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Führung und Personal - Führungsstile Note: 2.0 Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg Sprache: Deutsch Abstract: Sucht man in der Literatur nach einer Definition des Begriffes ‚Führung' so findet man in der Regel eher einseitige Sichtweisen was die Beeinflussungsrichtung angeht. Es wird davon ausgegangen dass ausschließlich die Führungskraft die ihr unterstellten Mitarbeiter in ihrem Handeln beeinflusst. Dass jedoch Führung auch immer einen wechselseitigen Prozess zwischen der Führungsperson und dem ‚Geführten' beinhaltet wird in vielen Begriffsabgrenzungen nicht berücksichtigt. Wunderer hat die in seinen Büchern verwendete Definition absichtlich mit keiner Beeinflussungsrichtung versehen. Er definiert daher ‚Führung' wie folgt: „Führung wird verstanden als ziel- und ergebnisorientierte aktivierende und wechselseitige soziale Beeinflussung zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben in und mit einer strukturierten Arbeitssituation. Mitarbeiterführung gestaltet die Einflussbeziehungen in führungsorganisatorisch differenzierten Rollen im Rahmen von Arbeitsverträgen (Wunderer 2003a S. 4). In Abstimmung mit dieser Begriffsabgrenzung stellt laut Wunderer die ‚Führung von unten' (Synonym: Führung des Chefs) die „zielorientierte wechselseitige und aktivierende Einflussnahme auf Personen einer höheren Hierarchiestufe zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben dar (Wunderer 2003a S.254). Auch die hierarchisch unterstellte Person kann demzufolge mit Hilfe ihres Verhaltens durchaus in verschiedenen Situationen Einfluss auf ihren Chef ausüben. Diese Möglichkeit resultiert aus der Tatsache heraus dass bei menschlichen Beziehungen jedweder Art ein gewisses Verhalten in der Regel eine bestimmte Reaktion hervorruft. So besteht für den ‚Geführten' ein gewisser Handlungsspielraum wie er sich seinem Chef gegenüber verhält. Er hat zum Beispiel die Möglichkeit nüchtern anhand von Fakten von einer Idee zu überzeugen oder er versucht zunächst ein persö