Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Filmwissenschaft Note: 12 Universität Mannheim Veranstaltung: Einstellung Film in Frankreich Sprache: Deutsch Abstract: Einleitung: In Frankreich hat Filmförderung eine lange TraditionDurch das gute staatliche Finanzierungssystem können Nachwuchstalente in Frankreich relativ einfach einen Kinofilm realisieren. Meist trägt der Produzent eines französischen Films nicht mehr als 50% der Produktionskosten (Mioč 2000: 13). Doch warum hat gerade Frankreich eine so starke Filmförderung?Obwohl Hollywood-Produktionen heute einen weltweiten Marktanteil von ca. 50% halten konnte Frankreich in den letzten Jahren den Vorsprung der Amerikaner weiter verkürzen (vgl. http://www.cnc.fr). Doch wieder erwarten werden in Amerika Nachwuchstalente nicht sonderlich gefördert. Meist sind private Investoren oder große Firmen als Produzenten an Filmen beteiligt die von bereits berühmten Regisseuren realisiert werden. Es geht in der amerikanischen Filmbranche daher vor allem um eines: um Geld. Filme werden als Investitionsgüter oder Wirtschaftsfaktoren gehandelt.Ganz anders ist dagegen die Motivation der französischen Kollegen. Hier geht es nicht um eine Investition in ein Handelsgut sondern man sieht den Film als eine Kunst an. Die Geschichte der Filmkunst wurde nicht ohne Grund maßgeblich in Frankreich geschrieben. Das besondere an französischen Filmen ist dass jeder Einzelne ein Stück französische Lebensphilosophie transportiert. Somit ist jeder Film eine Art Zeitzeuge. Oder anders gesagt ein kulturelles Gedächtnis. Man versteht diese Art des kulturellen Gedächtnisses in Frankreich als eine Form von Kunst: Die siebte Kunst. Die darin vermittelten kulturellen Werte gilt es durch staatliche Intervention und Gesetze zu erhalten und zu schützen (vgl. Roloff 1998: 44). Französische Regisseure reflektieren in ihren Filmen häufig das Zeitgeschehen und die charakteristischen Merkmale politischer Strömungen. Das Selbstverständnis und