Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur Note: 23 Universität Trier (Germanistik) Veranstaltung: Hauptseminar Sprache und Literatur im 19. Jahrhundert Sprache: Deutsch Abstract: Das Drama „Die Weber von Gerhart Hauptmann wird noch heute zur Weltliteratur gezählt. Thematisch werden darin die wirtschaftlichen Verhältnisse und das Elend aufgezeigt denen das Webervolk 1844 ausgeliefert war. In der ersten Strophe des Blutgerichtes (s.o.) klingt bereits eine Stimmung der Unfreiheit und Ausbeutung an. Die folgende Hausarbeit die sich ausschließlich diesem Drama Hauptmanns widmetentstand im Rahmen eines Seminars zu dem Thema „Sprache und Literatur im 19. Jahrhundert. Nach einer kurzen Darstellung der relevanten Bezugspunkte des Dramas wie der politische Situation und dem Aufbau wird insbesondere auf ein typisches Merkmal des Naturalismus eingegangen. Die Rolle der Sprache bzw. desDialektes wird näher beleuchtet da dieser in dieser Form erstmals im Naturalismus Einzug hält und von dort an verstärkt in der Literatur zu finden ist. Damit soll gezeigt werden dass Hauptmann mit den „Webern ein typisches Werk des Naturalismusgeschaffen hat. Die Widmung Hauptmanns an seinen Vater gleich zu Beginn des Werkes lässt darauf schließen dass seine Familie in ähnlicher Weise von den Ausbeutungen durch ihreArbeitgeber betroffen war wie die Weber seines Dramas. So beschließt Hauptmann 1888 in Zürich diese Thematik in einem Drama aufzuarbeiten. Dazu studierte er intensiv historische Quellen und unternahm zwei Informationsreisen in das schlesischeWebergebiet. Zu seinen primären Textquellen gehört vor allem die Schrift „Über die Noth der Leinenarbeiter in Schlesien und die Mittel ihr abzuhelfen von Alexander Schneer aus dem Jahre 1844. Aber auch „Blüthe und Verfall des Leinenwebers inSchlesien von Alfred Zimmermann (1885) und „Das Elend und der Aufruhr in Schlesien von Wilhelm Wolff (1845) zog er für seine Recherche he