Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik Note: 14 Friedrich-Schiller-Universität Jena (Politikwissenschaft) Veranstaltung: Migrationspolitik Sprache: Deutsch Abstract: Als weltweit größte nichtstaatliche Organisation für medizinische Nothilfe engagiert sich Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières) seit zwanzig Jahren für Völker deren Leben unmittelbar bedroht ist. Die freiwilligen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen erleben die größten Krisen sehr existentiell. Seit dem Ende des Kalten Krieges 1990 hat sich ihr internationale Aufgabenumfeld grundlegend verändert und so auch die Antworten der internationalen Gemeinschaft auf Krisensituationen. Die humanitären Hilfsmaßnahmen können jedoch nicht frei agieren sondern geraten zunehmend unter staatlichen und militärischen Einfluss. Es lassen sich dabei drei grundlegende Veränderungen feststellen. Sie betreffen den Krisentypus die internationalen Reaktionen und die Rolle der Medien. Humanitäre Aktionen spielen sich zunehmend in instabilen und in Auflösung befindlichen Verhältnissen ab in denen es manchmal schwierig ist repräsentative und verantwortliche Gesprächspartner zu finden. Die Folge ist dass es immer schwieriger wird die Opfer zu erreichen dass die Arbeit der humanitären Organisationen gefährlicher und die Achtung die man ihnen entgegenbringt geringer wird. Diese Probleme werden noch verschärft durch die zunehmende Verknüpfung humanitärer Hilfe mit politischen Zielen was die Prinzipien der Neutralität der Unparteilichkeit und der Unabhängigkeit schwächt. Über ein Jahrhundert lang seitdem der Gründer des Roten Kreuzes (1859) die Idee der humanitären Hilfe entwickelt hat „eskortierten die freiwilligen Mitarbeiter der humanitären Organisationen die kriegsführenden Armeen auf die Schlachtfelder um die Opfer zu evakuieren und zu versorgen. Heute ist es umgekehrt: die Armeen „eskortieren die freiwilligen Helfer! Dieses neue E