Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde Note: 1.3 Universität Koblenz-Landau (Kulturwissenschaft) Sprache: Deutsch Abstract: Candomblé ist eine afroamerikanische Religion die ihren Ursprung in Brasilien hat. Doch vor allem ist Candomblé die Bezeichnung für die vielen verschiedenen Kultstätten die sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts von ihrem Zentrum Salvador da Bahia aus verbreiteten. Denn jeder Candomblé ist anders. Das mag damit zusammenhängen dass im Candomblé schriftliche Überlieferungen wie man sie aus den Weltreligionen kennt gänzlich fehlen und die verschiedenen Riten und Traditionen in jeder religiösen Gemeinschaft anders gedeutet werden. Mit den Sklaven fanden auch die afrikanischen Gottheiten ihren Weg nach Brasilien. Über Jahrhunderte hinweg mussten die Sklaven ihre Götter die orixá im Verborgenen halten. Sie nutzten die katholischen Heiligen als „Maske für ihre eigenen Gottheiten so entstand mit der Zeit eine religiöse Vermischung die Wissenschaftler als Synkretismus bezeichnen. Dennoch gelten die afrikanischen Anteile im Candomblé als die stärksten unter den afroamerikanischen Religionen. Im Candomblé spielt das Phänomen der Besessenheit eine große Rolle. Es hilft den Initiierten mit ihren Göttern in Kontakt zu treten. Für die Gläubigen ist die Trance der Zustand in dem die größtmögliche Verbindung mit den orixá realisiert werden kann.Doch was genau sind die orixá? Und vor allem was für eine Bedeutung nehmen sie im Leben der Menschen ein? Im Folgenden wird diesen Fragen anhand der Forschungsergebnisse verschiedener Ethnologen die sich alle ausführlich mit dieser Religion beschäftigt haben auf den Grund gegangen . Vor allem die individuelle Beziehung zwischen den orixá und einem Individuum wird genauer betrachten denn genau diese zeichnet den Candomblé besonders aus.„Das ganze Glaubenssystem windet sich um die genaue Erkenntnis der inneren Natur eines Individuums und seines Verhältnisses zur äußer