Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges Note: 23 Johannes Gutenberg-Universität Mainz Sprache: Deutsch Abstract: Jean Améry ging es in seinen zahlreichen Essays nie darum die eigene Person in den Vordergrund zu stellen. Viel mehr ging es ihm darum das Zeitsymptomatische anhand seiner eigenen Erfahrung zu verdeutlichen. Er schrieb über den Verlust des Selbstvertrauens unter der Folter über Heimatlosigkeit und das permanente Gefühl der Entfremdung und vor allem über die Erfahrungen des „Judeseins von jemanden der sich selbst als „Nicht-Juden bezeichnet.In der vorliegenden Hausarbeit soll Jean Amérys Verhältnis zum Judentum geklärt bzw. dargestellt und sein schwieriges Verhältnis zu dieser Glaubensgemeinschaft geschildert werden. Das schwierige jedoch auch das interessante an dieser Betrachtung ist dass Jean Améry zwar Jude war und von den Nationalsozialisten unter Hitler auch als solcher abgestempelt wurde sich jedoch selbst nie als ein Jude gesehen hat und auch nichts mit diesem Glauben anzufangen vermochte. Dieses schwierige Verhältnis und die Probleme die sich daraus für Améry ergaben bilden einen Fokus der hier durchleuchtet werden soll. Schon in seiner Jugend setzte sich Améry mit Jean-Paul Sartre auseinander. Er las unter anderem seine Abhandlung „Réflexions sur la question juive in der sich Sartre bedingungslos für die Juden ausspricht und sich gleichzeitig öffentlich gegen die Nationalsozialisten stellt. Sartre prägt unter anderem den Begriff des „Judeseins in dem sich Améry bald wiederfinden wird. Améry wird in dieser Hinsicht maßgeblich von Sartre beeinflusst. Dieser Aspekt soll in an dieser Stelle noch einmal durch eine Gegenüberstellung beider Ansichten ausführlich dargestellt werden. Auch die Ressentiments die er sowohl gegen den Nationalsozialismus als auch gegen den jüdischen Glauben hegte sollen näher erläutert werden.In mehreren Abhandlungen und Essays befasst sich Améry persönlich mit der Sc