Inhaltsangabe:Einleitung: Diese Diplomarbeit ist dem Thema gewidmet ob die Trennung von Bezugspersonen bei Kindern Einfluß auf die Persönlichkeitsentwicklung hat und wie weit sich dieser Einfluß im späteren Leben auswirkt. Die von Textor formulierte Aussage daß nicht die Familienform an sich die Qualität der kindlichen Entwicklungsbedingungen zugrunde legt sondern deren inhaltliche Ausgestaltung (Interaktionen Emotionen Wertorientierung usw.) werde ich als Grundlage für diese Arbeit verwenden. Viele Kinder erleben die Konflikte ihrer Eltern heute teilnehmend bewußt oder unbewußt mit und sind von der Labilität der eigenen Familienverhältnisse betroffen. Nicht selten machen sich die Kinder für die Konflikte und die Trennung der Eltern selbst verantwortlich. Sie erleben Gefühle von Wut Trauer Angst Schmerz Wertlosigkeit und Verwirrung. Welche Auswirkungen können diese Ereignisse auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern haben? Insbesondere wenn den Kindern keine ausreichenden Möglichkeiten zur Verarbeitung und Bewältigung dieser Ereignisse zur Verfügung stehen. Zur Einführung in die Problematik gehe ich im ersten Kapitel auf vergangene und heutige Familienformen und die dabei vorherrschenden emotionalen Bindungen ein. Wenn ich mich in dieser Arbeit auf den Begriff der Persönlichkeit beziehe lege ich Guilfords Auffassung zugrunde. Er erfaßt die Persönlichkeit als einzigartige Struktur von Wesenszügeneines Individuums. Jedes generalisierbare relativ gleichbleibende Merkmal wodurch sich die Personen unterscheiden wird als Wesenszug oder Persönlichkeitseigenschaft bezeichnet. Ein markanter Punkt für die Herausbildung von Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern kann in unserer heutigen modernen Gesellschaft wohl die Situation der Scheidung und Trennung der Eltern sein ein Ereignis von welchem immer mehr Kinder betroffen sind. Da veränderte Familienformen die Eltern-Kind-Beziehung erheblich umstrukturieren können werde ich mich in