Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur Note: sehr gut Universität Wien (Deutsche Philologie) Sprache: Deutsch Abstract: Schon bei den ersten Begegnungen mit Roths Werk fällt die eigenartig bedrückte Atmosphäre auf. Die Figuren seiner erzählerischen Welt erweisen sich als Melancholiker die sich jedoch hinter zahlreichen Masken verbergen. Sie versuchen auf diese Weise ihre Unzufriedenheit ihre Mediokrität ihre Ängste zu verhüllen die Unmöglichkeit sich in ihrer Welt zurechtzufinden zu überspielen. Diese latent melancholische Struktur ist sehr auffallend bei seinen militärischen Charakteren etwa bei Eichmeister Eibenschütz in Das falsche Gewicht Carl Joseph Trotta und seinem Vater sowie dem Freund Carl Josephs Dr. Demant im Radetzkymarsch. Nicht nur die Militärs leiden jedoch unter der Last der verborgenen Melancholie. In der Kapuzinergruft wird besonders die junge Generation des Großbürgertums hinter ihrer Oberflächlichkeit von tiefer Melancholie beherrscht. Dieser Melancholie der meisten Figuren Roths ihren Hintergründen und vor allem ihren Masken in der erzählerischen Gestaltung durch Joseph Roth auf die Spur zu kommen war der Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit und ihr vordringliches Erkenntnisinteresse.
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