Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik Sprachwissenschaft Technische Universität Berlin Sprache: Deutsch Abstract: Sie begleiten schätzungsweise dreizehn Millionen Deutsche1 jeden Tag und lassen für ca. 30 Minuten in einen Alltag eintauchen der durch ein Drehbuch vorbestimmt ist. Sie lenken von eigenen Problemen in Beruf Partnerschaft und Familie ab und lassen hauptsächlich 14-29 jährige mit ihren Darstellern mitfühlen. Die Daily Soaps haben sich erfolgreich im deutschen Fernsehprogramm etabliert und sind für viele Zuschauer nicht mehr wegzudenken. Sie bestimmen das Vorabendprogramm und auch das Familienleben in vielen deutschen Haushalten denn die Soaps avancieren sehr schnell zu einem wichtigen Bestandteil im täglichen Leben. Die Darsteller werden dann wie eigene Familienmitglieder in die Tagesplanung einbezogen um die weitere Entwicklung in Sachen Liebe Betrug Verrat und verbotene Leidenschaften nicht zu verpassen. In den Daily Soaps wird eine Lebenswirklichkeit inszeniert die den Zuschauer fasziniert und die in der Lage ist ihn jeden Tag von neuem zu fesseln. Der Soapfreund begleitet seine Darsteller in allen Lebenslagen und fühlt bei jedem Schicksalsschlag oder neuen Liebe mit. Die eigene Wirklichkeit tritt in den Hintergrund wenn täglich zur gleichen Sendezeit gestritten geliebt betrogen und verlassen wird. Die Entwicklung dieser Art der Unterhaltung lässt sich kontinuierlich verfolgen und ist zudem mehr als erstaunlich. Diesen Erfolg den die Serien erfahren verdanken sie auch zum großen Teil den Jugendlichen die ihren Fernsehlieblingen die Treue halten. Genau diese Zielgruppe soll in dieser Arbeit im Mittelpunkt stehen und die Frage ob die Daily Soaps aus dem privaten Bereich auch Einzug in den Deutschunterricht finden sollte? Müssen die gestellten Szenen mit ungewissem Ausgang didaktisch aufbereitet werden um sie mit SchülerInnen zu diskutieren oder sollte das Phänomen Soap Opera als Trash-