Masterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Handelsrecht Gesellschaftsrecht Kartellrecht Wirtschaftsrecht Note: 20 Universität des Saarlandes Sprache: Deutsch Abstract: Die Arbeitnehmer werden in unserer heutigen Gesellschaft in vielfältiger Art und Weise überwacht. Das Instrumentarium reicht dabei von einer einfachen Anwesenheitsliste über eine manuelle Zeiterfassung bis hin zu Möglichkeiten der modernen Telekommunikations- und Videoüberwachung. Der technische Fortschritt ermöglicht es dem Arbeitgeber den Arbeitnehmer praktisch „rund um die Uhr heimlich oder offen zu überwachen. Die Gründe dafür liegen in der zunehmenden Globalisierung und dem damit einhergehenden immer stärkeren internationalen Wettbewerbsdruck der Unternehmen.Dieser Globalisierungsdruck zwingt die Unternehmen verstärkt nach Einsparungs- und Rationalisierungsmöglichkeiten zu suchen. Hierbei stehen die Personalkosten an erster Stelle da sie zumeist einen Großteil der gesamten Unternehmenskosten ausmachen. Deutlich wird die Bedeutung der Personalkosten vor allem im Bereich des Dienstleistungssektors. Dieser Sektor erreichte im Jahr 2007 einen Anteil von insgesamt 691 Prozent an der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (zum Vergleich: 1991 lag dieser Anteil noch bei 62 Prozent). Analog zu der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ist auch der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor von 1991 bis 2007 um 129% auf 724 % gestiegen. Der Kostendruck führt zu einem Interesse des Arbeitgebers an einer hohen Effizienz der Mitarbeiter. Dass dabei auch auf Überwachung gesetzt wird zeigten Presseberichte von Anfang des Jahres. Die Discounter Lidl Aldi Netto sorgten mit ihren Überwachungspraktiken für Schlagzeilen. Diese Arbeit soll die Interessen auf Seiten der Arbeitgeber an einzelnen Überwachungsmaßnahmen gegenüber seinen Beschäftigten aufzeigen. Demgegenüber stehen die Interessen der Arbeitnehmer vor allem an einem Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte