Multivariate Analyseverfahren sind ein Sammelbegriff für kom- plexe statistische Techniken schlechthin; im Rahmen eines Stu- dienskripts ist es somit nicht möglich eine vertiefende Dar- stellung aller dieser Verfahren zu geben. Das Schwergewicht dieser Darstellung liegt vielmehr auf den erst in den letzten zehn Jahren zur Anwendungsreife entwickelten komplexen Analyse- verfahren für nicht-metrische Daten die in gewisser Weise das Gegenstück zur klassischen Pfadanalyse darstellen. Mit diesen neuen Verfahren ist es gelungen die Defizite mehrdimensiona- ler Tabellenanalyse vom LAZARSFELDschen Typus zu überwinden und eine auch formal statistisch befriedigende Alternative zur Pfadanalyse zu schaffen. Während sich in den USA die Erkennt- nis schon weitgehend durchgesetzt hat daß etwa dichotome ab- hängige Variable nicht mit den Mitteln der klassischen Pfad- analyse untersucht werden sOllten sind die neueren Verfahren im deutschsprachigen Raum noch nicht vollständig in das Stan- dardrepertoire des Forschungspraktikers eingegangen. Der Initiative des Kölner ZENTRALARCHIVS für empirische Sozial- forschung ist es zu danken daß der übliche time-lag zwischen der internationalen Entwicklung (und Maßstab dafür ist in der Soziologie im wesentlichen die USA) und der Rezeption in der BRD in diesem Falle vielleicht geringer ausfällt als gewöhn- lich. Thema des Frühjahrsseminars 78 waren multivariate Ver- fahren für metrische und nicht-metrische Daten. Das vorliegen- de Skript beruht zu wesentlichen Teilen auf der zehnstündigen Vorlesung die ich im Rahmen dieses Frühjahrsseminars gehalten habe.
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