Bachelorarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur Mediävistik Note: 10 Universität Duisburg-Essen (Germanistik) Sprache: Deutsch Abstract: Gemeinhin verbindet man mit dem Nibelungenmythos Schauplätze wie Worms kleinere süddeutsche Orte oder einige Orte des heutigen Ungarn. Seit einiger Zeit schafft es auch die Stadt Xanten sich erfolgreich als „Nibelungenstadt zu positionieren. Bei Worms wie auch bei Xanten wird dieses durch geschickte Tourismusförderung erreicht.Zum Kreis des s.g. „Nibelungenstoffes gehört aber nicht nur das bekannte Nibelungenlied sondern auch die skandinavische Thidrekssaga. Bei dieser Sagenkompilation spielt die Stadt Soest eine entscheidende Rolle: sie ist der Sitz König Attilas und Schauplatz des grausamen Unterganges der Nibelungen. Die Stadt Soest war im Mittelalter eine bedeutende Handelsmetropole weshalb sie nach heutigen Erkenntnissen von den Verfassern der Thidrekssaga die wahrscheinlich nordische Kaufleute waren eine so wichtige Stellung in der Sagenkompilation zugesprochen bekam. Heute ist Soest eine Kleinstadt die ihre Verbindung zum Nibelungenstoff auf den ersten Blick nicht thematisiert. Warum eigentlich? Könnte nicht auch Soest seinen - zumindest literarischen - Anspruch auf den Nibelungenstoff geltend machen und sich einer Aufbereitung widmen? Wie sollte man es anstellen literarisch korrekt und zugleich unterhaltend den Nibelungenstoff zu thematisieren? Die These die die Arbeit leiten soll lautet: Die Stadt Soest kann ihre literarische Verbindung zum Nibelungenstoff gezielt zur Tourismusförderung nutzen. Vergleichend zur Rezeption des Nibelungenstoffes in Xanten und Worms kann die Soester Rezeption betrachtet werden. Dies ist wichtig um über die zukünftige Aufbereitung des Sagenstoffes in Soest urteilen zu können. Es soll gezeigt werden wie sich die Stadt z.B. in Lokalzeitungen oder eigenen Publikationen bisher dem Thema widmete. Gibt es hier schon eine Basis auf der