Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte Note: 10 Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Institut für Politische Wissenschaft) Veranstaltung: Recht und Gerechtigkeit in postnationalen Konstellationen Sprache: Deutsch Abstract: Ziel dieser Arbeit ist die Herausarbeitung und kritische Betrachtung des spezifischen Charakterseiner solchen Gerechtigkeitskonstruktion sowie der sich daraus ergebenden Konsequenzenfür Qualität und Funktion eines Völkerrechts „à la Rawls: Welches Verständnis vonStaaten Völkern und ihren Beziehungen zeichnet er? Was für ein Weltbild möchte Rawls vermitteln?Lassen sich Handlungsempfehlung an die politischen Entscheidungsträger herausdestillieren?Hierzu werde ich zunächst Rawls Gerechtigkeitstheorie darstellen und zusammenfassen umdie basalen Bedingungen und Annahmen seiner Argumentation herauszustellen. Zwar hat derAutor seit Ersterscheinen der „Theorie der Gerechtigkeit sein Werk immer wieder revidiertund fortentwickelt; dennoch zieht sich eine theoretische Grundstruktur wie ein roter Fadendurch Rawls Argumentation die es aufzuzeigen gilt. Im nächsten Schritt beschäftige ich mich mit der Anwendung der Theorie auf die internationalenBeziehungen wie sie Rawls in „A Theory of Justice bereits angedeutet und später in„Law of the Peoples2 formuliert hat. Die Folgen der hier eingeführten Modifikationen der ursprünglichenTheorie sind entscheidend für die sich daraus ableitende Qualität des RawlsschenVerständnisses eines internationalen Rechts der Völker und bedürfen daher näherer Betrachtung.Das für diese Arbeit zur Verfügung stehende Quellenangebot ist als höchst umfangreich zubezeichnen und spiegelt die intensiven wissenschaftlichen Debatten auch über den Tod Rawlshinaus wider. Viele Autoren greifen seine Ideen auf entwickeln sie weiter oder erheben Einwände.Aus Gründen der Handhabbarkeit des Stoffes habe ich daher versucht mich