Rezente Gletscheränderung im Einzugsgebiet des Gunts Tadschikistan
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Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Kartographie Geodäsie Geoinformationswissenschaften Note: 10 Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Geographie) Sprache: Deutsch Abstract: Das viel diskutierte Aralsee-Einzugsgebiet welches hauptsächlich durch die Hochgebirge Zentralasiens gespeist wird ist durch Wasserknappheit geprägt. Infolge der Klimaerwärmung kann von einem Rückgang der dortigen Gletscher ausgegangen werden. Für das Verständnis und zur Modellierung dieses hydrologischen Systems sind daher verlässliche Daten über die rezente und aktuelle Vergletscherung essenziell. Aufgrund von fehlenden Daten zur Massenbilanz wurde eine satellitenbasierte Untersuchung der flächenhaften und volumetrischen Gletscheränderung für das Einzugsgebiet des Gunts (Tadschikistan) durchgeführt. Zur Erfassung der Flächenänderung wurden multitemporale Satellitenbilder der letzten Jahrzehnte (Corona KH-4B Landsat MSS/TM Terra ASTER und RapidEye) klassifiziert. Um Aussagen über die Volumenänderung zu treffen wurde die Höhendifferenz aus einem Geländemodell basierend auf Corona-Stereodaten und SRTM-Daten gebildet. Um flächendeckende Informationen über das Gletschervolumen zu erhalten wurde die Verteilung der Gletscherdicke modelliert. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Rückgang der Gletscherfläche von 1896 km2 (b=237 %) zwischen 1977 und 2011. Die spezifische Massenbilanz von −0399ma-1 Wasseräquivalent im Zeitraum 1977-1998 ging auf −0662ma-1 (1998-2011) zurück. Der jährliche Massenverlust von 036 Gigatonnen trägt zu rund 122% des mittleren jährlichen Abflusses des Gunts bei.
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