Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Filmwissenschaft Note: 13 Freie Universität Berlin (Filmwissenschaft) Veranstaltung: Großaufnahme/Gesicht Sprache: Deutsch Abstract: Das Hollywood - Starsystem und die technische Entwicklung der Porträtfotographie Anfang des 20. Jahrhunderts produzierten im Kinofilm der 20er und 30er Jahre Großaufnahmen die über eine spezifische ästhetische und technische Charakteristik verfügten. Diese Großaufnahmen lancierten die ökonomischen Ziele des Starsystems die eine „Ikonisierung einiger auserwählten Stars bezweckten welche sie zu ästhetischen und kulturellen Vorbildern des Volkes etablierte. Als Endprodukt dieses Prozesses wurden die steigernden Umsätze Hollywoods erzielt. Stars wurden zu Göttern auf Erde die dem Zuschauer als solche dargestellt und von ihm ebenfalls wahrgenommen wurden trotz seiner Erkenntnis dass sie normale Menschen sind die mit Hilfe des Mediums und der Presse eine surrealistische Persona verliehen bekommen. Der Kommunikationsprozess im Rahmen dessen diese Suggerierung von der Seite des Hollywood - Starsystems und die Wahrnehmung seitens der Zuschauer stattfinden hat tiefere anthropologische Wurzeln die zu vergangenen Kulturen zurückführen die ähnliche Prozesse provoziert haben. Die Adorierung der Kinostars erfolgte auf der Ebene einer Eigenschaft und immer in Bezug auf diese nämlich der physischen Schönheit. Die physische Schönheit wurde zu Motiv und zugleich zu Instrument der Idealisierung einer Persona. Ihre mythische Funktion verlieh dem kinematographischen Bild das Vermögen zu einer besonderen Auswirkung auf die Zuschauer. Diese verspürten nicht nur das Bedürfnis nach Eskapismus indem sie die surrealistisch schönen glänzenden Gesichter der Stars bewunderten sondern auch den Wunsch diese zu imitieren um ihren Zauber auch im eigenen alltäglichen Leben integrieren zu können. Im folgenden Kapitel wird die Problematik des Schönheitsbegriffs thematisiert nämlich seine anthropologisc