Wenn ein wissenschaftliches Modell trotz aller Anpassungsversuche den Phanomenen nicht mehr geniigt so wird man zu seinem Ausgangs punkt zuriickkehren und seine Hypothesen iiberpriifen. In einer solchen kritischen Phase ist die strahlenbiologische Forschung seitdem sich die Fiille experimenteller Beobachtungen nicht mehr in das bisherige Inter pretationsschema einfiigt. Am Anfang der Treftertheorie stand der geniale Gedanke daB die charakteristischen Dosiswirkungsbeziehungen Ausdruck quantenphysi kalischer Zufalligkeiten seien. Diese Hypothese fand ihre mathematische Gestalt und darin ihre eindrucksvollste Bestatigung durch Studien mole kularer mikrobiologischer und genetischer Strahlenwirkungen. Spater zeigte sich jedoch daB der formale Anwendungsbereich des mathemati schen Apparates groBer ist als seine biologische Basis. So konnte der For malismus Eigenleben gewinnen und wird heute oft ohne Bezug zu den physischen Realitaten weiter betrieben. Der Grund fiir diese Entwicklung ist wohl der daB die Treftertheorie zwar von Zufallsprozessen ausging aber immer nur die diskrete Energie absorption beriicksichtigte. Tatsachlich hat man es jedoch bei der Genese der Strahleneftekte mit einer multiplen Stochastik zu tun und diese ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit.
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