<p>Es muss so etwas wie eine Ur-Spiritualit&auml;t geben aus der Menschen seit Anbeginn der Menschheit geistig-seelisch lebten. Religionen werden im vorliegenden Buch nicht als nat&uuml;rlicher Ausdruck dieser Ur-Spiritualit&auml;t gesehen sondern es wird vielmehr angenommen dass Religionen die Ur-Spiritualit&auml;t erst sp&auml;ter freilich ihrerseits im Lauf von etlichen Jahrtausenden stark &uuml;berformt und dabei auch betr&auml;chtlich ver-formt haben. Ur-Spiritualit&auml;t war infolgedessen jahrhunderte- vielleicht jahrtausendelang kaum jemandem unmittelbar zug&auml;nglich. Die Zeit seit Beginn der Aufkl&auml;rung insbesondere aber seit Beginn der Moderne um 1870 bedeutet eine hyper-langfristige kulturelle Mega-Krise anders gesagt eine endg&uuml;ltige Verwandlungskrise aller historisch-herk&ouml;mmlichen Religiosit&auml;t eine Abbruch-Krise von etwas absolut Tragendem in der es sich geradezu f&uuml;r das weitere &Uuml;berleben der Menschheit als essenziell erweist ihre Ur-Spiritualit&auml;t wiederzuentdecken und gesellschaftlich breitenwirksam zur&uuml;ckzuerlangen. Noch weniger als die traditionellen Religionen als solche leisten dabei jegliche Formen von Esoterik irgendeinen echten oder auch nur genie&szlig;baren Dienst wie sich insbesondere seit 1968 inzwischen hinreichend klar gezeigt hat. Der Autor beschreitet angesichts dieses ern&uuml;chternden gesellschaftlichen Befundes den gr&uuml;ndlichen und aufw&auml;ndigen Weg die Ur-Spiritualit&auml;t zu rekonstruieren indem er sie theologisch minuti&ouml;s aus den &uuml;berkommenen geistigen Angeboten des kirchlichen Christentums herausfiltert. Das Ergebnis ist gleichsam ann&auml;hernd so etwas wie eine (gleichwohl unterhaltsam lesbare) universell-umfassende systematische Theologie &uuml;ber den engen Glaubens-Rahmen des Christentums hinaus; es ist dabei zweifellos auch - aber das gar nicht in erster Linie - eine spannende Fundamentalkritik an der Kirche und an deren spezifischen historischen Ablenkungen der Ur-Spiritualit&auml;t. Das f&uuml;hrt zum Begriff des nachkirchlichen Christentums. Bei allem geistigen Anspruch h&auml;lt das Buch stets auch den Wunsch aufrecht zugleich ein literarisches Vergn&uuml;gen zu sein.</p>
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