Pluralistische wertunsichere GeseHschaften sind sHirker denn je mit der Frage nach dem richtigen Handeln zugrunde liegenden Werten sogenanntem Orientierungswissen konfrontiert als dies in fruheren GeseHschaftsformen moglich und notig war1). Diese Aussage hat jedoch nicht nur fUr den offentlichen und privaten Bereich Giiltigkeit. Die Situation insbesondere in den Sozialwissenschaften ist aus zahlreichen Grunden ebenfalls durch eine Pluralitiit von Paradigmen und Theorien in den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen 2 gekennzeichnet ). Diese Ausgangslage erschwert das Auswahlproblem nicht unwesentlich. Das Problem der Wertorientierung wird damit offensichtlich: Welche Werte soH der einzelne zur Grundlage seiner Handlung erkliiren? Individuell gewiihlte Werte bei denen der Schwerpunkt im Freizeitbereich im familiiiren Bereich im religiOsen Bereich liegt oder beruflich opportune Werte? Das Problem verschiirft sich wenn die Bedeutung von existierenden Wertstrukturen nicht einmal hinliinglich bekannt ist da in Folge eines falsch verstandenen Wertfreiheitspostulates Wissen haufig wertneutral fachlich vermittelt wird und damit nicht hinreichend der Forderung nach einem Offenlegen einem Aufzeigen von Wertstrukturen nachgekommen wird. Eine Voraussetzung richtiger Handlung ist unumstritten Sachwissen bzw. entsprechende Fachkenntnis. Die Auswahl dieser Zielsetzung entsprechender 1) VgI. KOSLOWSKI Peter: Prinzipien der Ethischen Okonomie Tiibingen 1988 insbes. S. 6-14.
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